Wie werden Essoliven geerntet und was passiert danach?

Unsere Ess-Oliven sind die bekannten Kalamon-Oliven, oder auch als die "Kalamata- Olive" bekannt.

 

Sie sind die Früchte einer speziellen Baumrasse, die robust und genügsam ist, ebenso wie die unserer Ölbäume. Doch auch diese Bäume brauchen einen jährlichen Baumschnitt, jedoch bei weitem nicht so radikal ausgelichtet wie die Koroneiki-Oliven, aus denen wir unser Armenos-Olivenöl gewinnen. Die Ess-Oliven sind mindestens doppelt so groß wie ihre öligen Artgenossen und haben zudem einen weit höheren Wassergehalt. Auch der Unterschied ihres Blattkleides ist deutlich größer und schimmert in einem wunderschönen silber an ihrer Unterseite.

 

 

 

 


 

 

Ihre Ernte beginnt meist mit der ersten Hand ab Anfang Oktober und dauert bis bis Ende Dezember an. Diese Erntemethode ist sehr aufwendig, da jede Olive einzeln von Hand gepflückt werden muss. Wichtig bei der Ess-Olive, ist es, nach der Ernte genau zu prüfen und die beschädigten sofort im Anschluss auszusortieren. Da schon kleinste Verletzungen der Frucht, sowie auch angestochene Ess-Oliven, die Qualität gänzlich schlecht beeinflussen.

 

 

Am Baum sieht die Ess-Olive schon sehr appetitlich aus, geradezu zum reinbeisen!
Natürlich gönnen wir uns bei der Ernte immer mal den Spaß, Kinder, Erntehelfer und auch Touristen die
leckere Olive "frisch vom Baum"probieren zu lassen.

 

Da sie ohne die Entbitterungs-Prozesse absolut ungenießbar ist, so wird dies für so manchen eine unvergessenes Erlebnis!

 


 

 

 

Doch bis die Kalamon-Olive als pikanter Gaumenschmaus auf den Tisch kommt, vergeht viel Zeit!

 

Frisch geerntet, werden sie zunächst einaml durch tägliches wechseln eines einfaches Wasserbades entbittert. Dies kann bis zu 21 Tagen dauern, je nach Geschmack und Jahrgang.

Wieder werden sie noch einmal auf schadhafte Früchte untersucht und aussortiert, bevor sie eingelegt werden.

 

Jetzt werden sie in Behältern mit einer Salzlake ( 100 gr. grobes Meersalz auf einen Liter Wasser und 3Liter fertig angesetzes Salzwasser je nach Geschmack ca. 500 ml roter Weinessig) so eingelegt, dass sie nicht ihrem eigenen Druck ausgesetzt sind.

(Eine weitere Möglichkeit ist, mit einem scharfen Messer oder einem spezial Gerät für Ess-Oliven, diese vorsichtig einschlitzen, wobei der Kern in keinem Fall verletzt werden sollte. Dies mildert noch einmal schneller die Bitterkeit.)

 

In dieser Salzlake müssen sie ca. 3-5 Monate ruhen ehe sie bei uns auf den Tisch kommen und unseren Gästen angeboten werden.

 


 

Eine ca. 1 cm dicke Olivenölschicht bedeckt die eingelegten Oliven, denn durch diesen natürlichen Vorgang des Olivenöls werden sie konserviert und bleiben so mindestens für 2 Jahre haltbar.

Dies ist jedoch eher unwahrscheinlich, denn bei uns werden die kleinen Mittelmeerperlen von der einen bis zur anderen Ernte komplett aufgegessen..

 

Sie schmecken einfach so lecker!

 

Dies ist noch lange nicht die einzige Variante. Nun darf man den Geschmackideen freien Lauf lassen. Eine sehr beliebte Geschmacksvariante ist Knoblauch und Oregano. ebenso verschiedene Kräutermischungen, Wildkräuter sowie auch ein milder Balsamikoessig oder auch ein selbstgemachte Weinessig. Was den Ess-Oliven dadurch eine eigene Geschmacksnote verleiht.

 

 


Die "Sage" um das grüne Gold


Die Geschichte des Olivenanbaus lässt sich bis weit in die Antike zurückverfolgen. Schon die Hebräer, Ägypter, Griechen und Römer kannten den Ölbaum.

Auf Kreta war die Olive bereits 6000 vor Christus eines der wichtigsten Nahrungsmittel.


Bei den Olympischen Spielen in Griechenland diente ein Olivenzweig als Zeichen des Sieges. Homer, der erste namentlich bekannte Dichter der griechischen Antike, berichtet von Kämpfern, die vor den Spielen eine spezielle Olivenöldiät erhielten. Sie bestand aus Speisen, die mit Olivenöl zubereitet wurden und zu denen man Olivenöl reichte.



Im alten Testament steht der Ölzweig bei der Arche Noah für Frieden. Bedeutung von Macht und Reichtum erlangte das Öl später, als es für die Salbung der Könige verwendet wurde.

Auch der Ölbaum spielt in der griechischen Mythologie eine besondere Rolle. Zum Beispiel beim Wettstreit zwischen Athene und Poseidon um die Herrschaft bei der Gründung Attikas.

Der Sage nach buhlten die Göttin Athene und der Meeresgott Poseidon um die Gunst der Bewohner des Ortes. Beide sollten den Einwohnern je ein Geschenk machen. Derjenige, der das schönste Geschenk machte, sollte zum Namenspatron auserkoren werden. Poseidon schenkte der Stadt einen Brunnen. Aus ihm sprudelte aber nur Salzwasser. Athene hingegen rammte ihre Lanze in die Erde und es wuchs ein Olivenbaum. Sie schenkte ihn dem Volk. Dieser spendete Nahrung, Olivenöl und Holz. Somit gewann Athene das Duell, und die Stadt "Athen" wurde nach ihr benannt.

 


Viele Grüße Euer Team von Armenos Olivenöl.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0